Beamtendarlehen?
Der Beamtenkredit ist in erster Linie eine Kombination aus dem Ratenkredit und einer Kapitallebensversicherung. Wie der Name schon sagt, werden diese Kredite nur an Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst ausgegeben. Die während der Laufzeit des Vertrages anfallenden Zinsen des Darlehens und die Beiträge der Lebensversicherung hat der Beamte in vollem Maße selbst zu entrichten. Nach dem Ende der Vertragslaufzeit wird der Kredit durch die Ablaufleistung abbezahlt.
Die Überschüsse aus der Lebensversicherung werden dem Beamten am Ende der Vertragslaufzeit ausgehändigt. Sollte der Kreditnehmer während der Laufzeit versterben, wird das Kreditkonto aus der Lebensversicherung abbezahlt und den Angehörigen der Überschussanteil ausgezahlt.
Da der Beamtenkredit im Gegensatz zum gewöhnlichen Ratenkredit einen Festzins (festgeschriebener Zinssatz) garantiert und eine längere Laufzeit aufweist, besteht für den Kreditnehmer der Vorteil, dass die Tilgungsraten deutlich niedriger ausfallen können.
Zu welchem Zweck der Beamtenkredit angewandt wird, kann von dem Kreditnehmer selbst bestimmt werden. Mit den günstigen Zinssätzen und der langfristigen Laufzeit bietet sich der Beamtenkredit besonders zum Ablösen von schon bestehenden Darlehen an. Auch der Erwerb von Sachgegenständen oder ähnlichem kann durch ihn mitfinanziert werden.
Für Studenten ist der Kredit besonders interessant, da sich mit ihm die Möglichkeit ergibt, dass die Rückzahlung des BaföGs in einer kompletten Summe erfolgen kann und dem Kreditnehmer somit ein BaföG-Nachlass von 50 Prozent gewährt werden könnte.